Kern-Abgang: Änderungen bei Verbund-Aufgaben
Wien, 09.03.2010
Die Agenden des mit 7. Juni an die ÖBB-Spitze wechselnden Verbund-Vorstandsdirektors Mag. Christian Kern (44) werden im Vorstand des börsenotierten Stromversorgers interimistisch von den übrigen drei Mitgliedern wahrgenommen. In der Folge werde der Aufsichtsrat die weitere Vorgangsweise im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Kern festlegen, hieß es am Dienstagnachmittag (9. März) in einer Ad-hoc-Mitteilung des Verbund.
Auf Verbund-Eigentümerseite werden derzeit mehrere Varianten überlegt: Entweder bleibt der Vorstand dreiköpfig - Vorsitzender DI Wolfgang Anzengruber, Vize-Vorsitzender Dr. Johann Sereinig sowie Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer -, oder er wird doch wieder auf vier aufgestockt. Von Anfang 2002 bis Ende 2006 hatte der Verbund-Vorstand auch nur aus drei Mitglieder bestanden. Kern ist in der Verbund-Chefetage seit 2007 für das internationale Geschäft des Konzerns zuständig.
Bereits mit 1. April d.J. werden Verbund-intern die Agenden des mit 7. Juni an die ÖBB-Spitze wechselnden Vorstandsdirektors Kern wie folgt übernommen: Der Bereich Ausland samt Mergers & Akquisitions von Vorstandschef Anzengruber, der Sektor Netz (Verbund APG) von Baumgartner-Gabitzer.
Gleichzeitig übernimmt Sereinig interimistisch die Verantwortung für die ATP (Austrian Thermal Power) sowie für die Beschaffung von Anzengruber. Über die Ressortverteilung, Nachfolge und Zeitpunkt entscheidet der Aufsichtsrat. Bis zu seinem Ausscheiden steht Kern für die Übergabe seiner Agenden zur Verfügung.
Quelle: APA
