Leo Windtner, der "Mann der Tat" wird 60
Linz/Wien, 26.08.2010
Leo Windtner, der Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich und der Präsident des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB), wird am kommenden Montag 60. Er gilt als "Mann der Tat", was er anpackt, macht er mit voller Energie.
Leo Windtner wurde am 30. August 1950 in Linz geboren. Er maturierte an der Bundeshandelsakademie 1969 in Linz und studierte anschließend Handelswissenschaften an der Hochschule für Welthandel in Wien, wo er 1977 zum Doktor promovierte. Nach dem Studium war er anfangs Wirtschaftsaspirant in der damaligen Handelskammer Oberösterreich. 1978 trat er in die damalige Oberösterreichische Kraftwerke AG ein, 1985 wurde er zu einem Abteilungsleiter bestellt. Seit 1. November 1994 leitet er das 1999 in Energie AG Oberösterreich (EAG) umbenannte Unternehmen als Vorsitzender des Vorstandes und Generaldirektor.
Er machte dem Firmennamen alle Ehre und rührte mit voller Energie um. Unter ihm erfolgte eine strategische Neuausrichtung. Windtner konzentrierte sich nicht mehr nur auf das Kerngeschäft Strom, sondern auch auf Energieversorgung sowie -dienstleistung, Abfallwirtschaft inklusive Müllverbrennung, Wärme-, Gas- und Wasserversorgung und Telekommunikation und startete Auslandsaktivitäten seines Unternehmens in Süddeutschland und Osteuropa.
Maßgeblich wirkte er im Hintergrund bei verschiedenen Projekten der Politik wie "EnergieAllianz" und "West-Allianz" für eine "österreichische Stromlösung" mit - den Zusammenschluss mehrerer Gesellschaften zu einem starken Unternehmen, um das Eindringen ausländischer Konkurrenten zu erschweren. Nach deren Scheitern wurde ein Börsengang überlegt, schließlich kam eine Teilprivatisierung mit Anteilsverkäufen unter anderem an die Linz AG Tiwag, Raiffeisenlandesbank OÖ, Oberbank und heraus, bei der das Land noch 51 Prozent hält.
Beim Umsatz knackte das Unternehmen mit 1,02 Mrd. Euro erstmals in einem Halbjahr die Milliardengrenze. Um die Zeit nach der Krise einzuleiten, muss die Energie AG erneut einen zweistelligen Millionenbetrag einsparen, unter anderem durch einen Relaunch ihres Entsorgungsunternehmens AVE sowie einen Personalabbau durch das Angebot einer Stufenpension für ältere Mitarbeiter.
Passion Fußball
Windtners Leidenschaft für den Fußball ist groß. Als oberösterreichischer Landeschef und Vizepräsident des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) war er u.a. für den Nachwuchs-Bereich zuständig. Sein Amt als ÖFB-Präsident hat Windtner dann als Nachfolger von Friedrich Stickler am 28. Februar 2009 angetreten, seine Ära wird mindestens bis 2013 dauern.
Auch hier zeigte er von Anfang an den Willen anzupacken und auch auszumisten - nach einer schonungslosen Analyse des heimischen Fußballs ("Wir brauchen einen mentalen und emotionalen Neustart") war die Personal-Rochade am Teamchef-Sessel seine erste markante Aktion. Anstelle des Tschechen Karel Brückner nahm dort Dietmar Constantini Platz.
Die zu diesem Zeitpunkt bereits voll im Gang gewesene Qualifikation für die WM 2010 gelang dem Nationalteam "neu" nicht mehr, richtig gemessen können Windtner, Constantini und Co. nun an der im September beginnenden Qualifikation für die EM 2012 werden. Bezüglich der Nachwuchsprojekte sieht der ÖFB-Präsident den österreichischen Fußball hingegen bereits jetzt gut auf Schiene.
Windtner hat oder hatte darüber hinaus noch zahlreiche andere Funktionen inne. Unter anderem war er Bürgermeister seiner Heimatgemeinde St. Florian und Präsident der Sportunion Oberösterreich. Er ist derzeit Vizepräsident des Verbandes der Elektrizitätsunternehmen Österreichs beziehungsweise "Österreichs Energie" und auch Obmann der St. Florianer Sängerknaben.
Quelle: APA
