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Company News
Strombörse EXAA: Umsatzrekord trotz Finanzkrise
Datum: 20.11.2008
(Wien) Die österreichische Strombörse EXAA hat sich im laufenden Geschäftsjahr 2008 erfolgreich weiterentwickelt. Trotz internationaler Finanzkrise konnte die EXAA im Oktober einen neuen Handelsumsatzrekord von 227.638 MWh verzeichnen. Seit Jahresbeginn wurden zehn neue Handelsteilnehmer zum Stromhandel zugelassen. Damit sei die EXAA ihrem Ziel, attraktivster Energie-Handelsplatz in Zentral- und Osteuropa zu werden, ein großes Stück näher gekommen, so Jürgen Wahl, kaufmännischer Vorstand der EXAA, der überzeugt ist, dass die EXAA ihr geplantes Jahresergebnis 2008 jedenfalls deutlich übertreffen wird.
Wahl sieht für den Erfolg mehrere Gründe: „Die neuen Handelsteilnehmer bringen zusätzliche Handelsumsätze. Die Stromhändler flüchten aus dem plötzlich relativ unsicheren OTC Markt mit ihren Handelsaktivitäten verstärkt in den vergleichsweise sicheren Börsehandel – die Börse garantiert als „central counterparty“ für die Erfüllung aller Handelsgeschäfte. Und drittens: Durch das Beibehalten des 5-Tage-Handels schließen kleinere Stromhändler ihre gesamten Positionen am deutsch-österreichischen Markt für das Wochenende verstärkt schon am Freitag an der EXAA“.
Insgesamt 49 Teilnehmer aus 13 verschiedenen Ländern handeln derzeit an der EXAA. Dabei zeichnen sich bei den Neubeitritten zwei Trends ab: Das Interesse von deutschen Stadtwerken (Flensburg, Bremen, Kiel-24/7 Trading) sowie von zentraleuropäischen Stromhändlern (Budapesti Energy Trading und Rudnap aus Ungarn, KOPEX aus Polen sowie Ezpada und EXEN aus Tschechien) hat deutlich zugenommen. Darüber hinaus werden mit Electricite de France (EdF) Trading, London, und Vattenfall Trading, Hamburg, zwei der größten europäischen Stromhandelshäuser bis Ende November an der EXAA zum Handel zugelassen.
Wieweit sich die Finanzkrise auf den physischen Handel mit Strom (Warenhandel) auswirken wird, ist eine der großen Fragen, die sich der gesamte Stromhandel in Europa derzeit stellt. „Da an der EXAA keine Finanzprodukte gehandelt werden, sind wir zuversichtlich, dass es zu keinen signifikanten Umsatzeinbußen trotz des sich abzeichnenden Konjunkturabschwunges im nächsten Jahr kommen wird und wir hoffentlich einigermaßen ungeschoren davon kommen werden“, hofft Wahl.
Die EXAA Abwicklungsstelle für Energieprodukte AG ist Österreichs Energiebörse und wurde 2001 gegründet. Aktionäre sind neben der APCS Power Clearing und Settlement AG (34,55%), der Wiener Börse AG (25,12%), der Oesterreichischen Kontrollbank AG (8,06%) sowie der smart technologies GmbH (8,06%) folgende österreichische Energieversorger bzw. Energiehandelsunternehmen: KELAG (3,04%), e&t Energie Handelsgesellschaft GmbH (3,04%), STEWEAG-STEG GmbH (3,04%) TIWAG (3.04%) Verbund Austrian Power Trading AG (3,04%), Vorarlberger Kraftwerke AG (3,04%), Energie Graz GmbH & CoKG sowie OMV-Power International GmbH (2,98 %).
