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Erster CO2-Spothandel mit den Zertifikaten der zweiten Handelsperiode an der EXAA

Datum: 02.04.2008

Wien, 2. April 2008. Bei der gestrigen CO2-Auktion  an der EXAA wechselten erstmals 5.000 t EUAs (EU-Zertifikate) der zweiten Handelsperiode ihre Besitzer. Der Handel wurde zwischen der österreichischen e&t Handels GmbH und der deutschen UMB UmweltManagement Beratung Hacker GmbH abgeschlossen. Der Preis betrug € 22,99 pro Tonne und ist im Vergleich zu den Zertifikaten der 1. Handelsperiode erwartungsgemäß hoch ausgefallen.

Die EXAA hat sich auf die 2. Handelsperiode gewissenhaft vorbereitet und ihr Handelskonzept unter dem Motto „Einfach, Sicher und Günstig“ vor allem für die vom CO2-Handel betroffene energieintensive Industrie attraktiv gestaltet. Auf Beitritts- und Geschäftsgebühren wurde mit Jahresbeginn verzichtet. Pro gehandelter Tonne werden lediglich 2 Eurocent (inklusive Clearing und Settlement !) verrechnet. Der Beitrittsprozess an der EXAA sowie das Sicherheitenmanagement wurden vereinfacht. Damit ist es gelungen, der Industrie ein europaweit sehr attraktives Angebot zu unterbreiten, ist DI Jürgen Wahl, kaufmännischer Vorstand der EXAA überzeugt.

„Wir hoffen, dass bald jedes EU-Mitgliedsland seine Zuteilung abgeschlossen hat, damit der CO2-Spothandel an den Börsen europaweit endlich wieder in Schwung kommen kann. Der hohe Preis ist ein deutliches Signal an die energieintensive Industrie, sich im Zertifikathandel stärker als bisher zu engagieren, da die Tonne CO2 wieder einen entsprechenden Wert hat“, führt Dr. Rudolf Schneider, technischer Vorstand der EXAA aus.

Mit 1. Jänner 2008 begann die erste Monitoring Periode des Kyotoprotokolls. Die EU führt nach der Testhandelsphase (2005 bis 2007) als zentrale Maßnahme zur Emissionsminderung den Europäischen Emissionshandel zwischen den Anlagen der energieintensiven Industrie auch zwischen 2008 und 2012 fort. Die Zuteilung der Emissionsrechte erfolgte nur in den EU Mitgliedsländern Dänemark und Österreich plangemäß am 28.Februar.

Die EXAA Abwicklungsstelle für Energieprodukte AG ist Österreichs Energiebörse und wurde 2001 gegründet. Aktionäre sind neben der APCS Power Clearing und Settlement AG (34,55%), der Wiener Börse AG (25,12%), der Oesterreichischen Kontrollbank AG (8,06%) sowie der smart technologies GmbH (8,06%) folgende österreichische Energieversorger bzw. Energiehandelsunternehmen: KELAG (3,04%), e&t Energie Handelsgesellschaft m.b.H. (3,04%), STEWEAG-STEG GmbH (3,04%), TIWAG (3.04%), Verbund Austrian Power Trading AG (3,04%), Vorarlberger Kraftwerke AG (3,04%), Energie Graz GmbH & CoKG sowie OMV-Cogeneration (2,98 %). Neben dem Stromhandel betreibt die EXAA seit 2005 auch den Handel mit CO2-Zertifikaten (EU-Allowances).

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