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Österreichische Strombörse EXAA gibt kräftiges Lebenszeichen
Datum: 01.06.2007
Der Stromhandel hat sich an der EXAA im 1. Quartal 2007 sehr erfolgreich entwickelt. Entgegen der saisonal erwarteten leichten Rückgänge in der zweiten Frühlingshälfte verzeichnete die EXAA auf ihrem Spotmarkt seit Jahresbeginn steigende Handelsumsätze. Im Mai wurde mit 209.340 GWh der umsatzstärkste Monat seit Handelsbeginn verzeichnet.
„Dieser Trend ist auf die erfolgreiche Akquisition von 9 neuen Handelsteilnehmern in den vergangenen 12 Monaten sowie auf die Einführung von 2 Market Makern zurückzuführen“, zeigt sich DI Jürgen Wahl, kfm. Vorstand der EXAA ist über diese Entwicklung sehr erfreut. Seit Jahresbeginn konnte die EXAA mit den deutschen Stromhändlern Syneco Trading GmbH und Trianel European Trading GmbH, der dänischen Danske Commodities AS und der Linz Strom GmbH vier neue Handelsteilnehmer gewinnen. Weitere 2 Beitritte zeichnen sich noch im ersten Halbjahr ab. Derzeit handeln 40 Marktteilehmer, davon im Schnitt über 30 täglich am Spotmarkt.
Die Umsatzerlöse lagen im 1. Quartal 2007 um 17% über Plan. Die Aufwendungen verliefen planmäßig, sodass ein deutlich über Plan liegendes Quartalsergebnis von € 60.350,-- erwirtschaftet werden konnte. „Nach der Konsolidierungsphase im letzten Jahr mit dem Ziel ein positives Jahresergebnis zu erwirtschaften setzen wir heuer auf Umsatzwachstum und die Entwicklung neuer Produkte“, zeigt sich Wahl zuversichtlich. „Ziel ist es heuer, vor allem für die energieintensiven Unternehmen den CO2-Handel an der EXAA ab 1. Jänner 2008 attraktiv zu gestalten, derzeit sind die Handelsumsätze im CO2 Handel aufgrund der geringen Preise und der heuer auslaufenden ersten EU-Handelsperiode an praktisch allen europäischen Spotmärkten unbefriedigend“. Die vergleichsweise hohen Forwardpreise lassen aber wieder einen regen Spothandel mit Beginn des nächsten Jahres erwarten.
Eine von PricewaterhouseCoopers im Auftrag der Vereinigung der europäischen Stromhändler (EFET) durchgeführte Händlerbefragung stellt der EXAA und dem österreichischen Strommarkt im Vergleich zu allen zentraleuropäischen Strommärk-ten ein sehr gutes Zeugnis aus. Vor allem Österreichs Ausgleichsenergiemarkt wird hier als Best Practice Beispiel punkto unabhängiger Preisbildung sogar dem deut-schen Markt vorgezogen. Gerade gegenüber den östlichen Nachbarländern gilt der österreichische Strommarkt als einer mit sehr geringen Handelsbarrieren und vergleichsweise hoher Liquidität.
„Wir wollen nun auch verstärkt unsere Erfahrungen und unser Knowhow im Auf-bau von regionalen Strommärkten in Zentral- und Südosteuropa einbringen, mit der Vision einen funktionierenden überregionalen Spotmarkt im Alpenbogen sowie in Zentral- und Südosteuropa zu entwickeln“, gibt sich Wahl abschließend optimistisch.
Die EXAA Abwicklungsstelle für Energieprodukte AG ist Österreichs Energie- und Umweltbörse und wurde 2001 gegründet. Aktionäre sind neben der APCS Power Clearing und Settlement AG (34,55%), der Wiener Börse AG (25,12%), der Oester-reichischen Kontrollbank AG (8,06%) sowie der smart technologies GmbH (8,06%) folgende österreichische Energieversorger bzw. Energiehandelsunternehmen: KELAG (3,04%), e&t Handels GmbH (3,04%), STEWEAG-STEG GmbH (3,04%) TIWAG (3.04%) Verbund Austrian Power Trading AG (3,04%), Vorarlberger Kraft-werke AG (3,04%), Energie Graz GmbH & CoKG sowie OMV-Cogeneration (2,98 %). Neben dem Stromhandel betreibt die EXAA seit 2005 auch den Handel mit CO2-Zertifikaten (EU-Allowances).
