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Company News
Emissionszertifikate Kosten 23,95 Euro pro Tonne. Erfolgreicher Marktstart des Emissionshandels an der EXAA
Datum: 28.06.2005
Wien, 28. Juni 2005 – An der österreichischen Energiebörse erfolgte heute der Startschuss zum CO 2 Emissionshandel für die erste Börsenauktion um 12:00 Uhr MEZ.
Der Preis für die Emissionszertifikate an der Energy Exchange Austria, EXAA, lag an ihrem ersten Handelstag mit 23,95 Euro/Tonne ca. 2 % über den Preisen anderer europäischer Handelsplätze (Powernext/Frankreich 23,48 € und EEX/Deutschland 23,85 € ). Bei dieser ersten offiziellen Auktion in Österreich wurden 7500 Tonnen Emissionsrechte umgesetzt. Die Umsätze am ersten Handelstag lagen damit im Rahmen der Umsätze der anderen europäischen Börsen.
Ab heute werden dann in Zukunft an der EXAA jeden Dienstag die überall in Europa gültigen Emissionszertifikate gehandelt. Für heuer erwartet die EXAA dabei insgesamt Umsätze von rund 200.000 Tonnen an Emissionsrechten. Im Verlauf der nächsten zwei Jahre sollte die Zahl der Mitglieder auf mindestens 30 anwachsen.
Eine große Zahl an Orders der acht First-Mover - die Schweizer Energiegesellschaft Laufenburg AG, (EGL), die e&t Energie Handelsgesellschaft m. b. H., die STEWEAG-STEG GmbH, die Tiroler Wasserkraft AG TIWAG, Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG (VERBUND), die Tondach Gleinstätten AG und die D. Swarovski & Co., die ETECH Management Consulting GmbH - mit einem Gesamtordervolumen von 30.500 Tonnen prägte den ersten Handelstag. Bei Handelsende, nach der Post-Trading Phase, blieben nur mehr 300 Tonnen CO 2 Emissionsrechte auf der Kaufsseite im Überhang stehen.
Die EXAA, ist seit März 2002 mit 29 Börsemitgliedern aus ganz Europa erfolgreich am Spotmarkt für elektrische Energie in Österreich und Mitteleuropa tätig. Mit dem heute eröffneten Handel mit Emissionszertifikaten positioniert sich die Börse auch als Markt für Umweltprodukte, an dem mittelfristig weitere Umweltprodukte (Herkunftsnachweise, RECS Zertifikate, etc. ) gehandelt werden sollen.
Ludwig Nießen aus dem Vorstand der EXAA: "Der transparente Handel mit Emissionszertifikaten an der EXAA bietet den teilnehmenden Unternehmen von Anfang an entscheidende Vorteile in Bezug auf Information über den wirklichen Markt für Emissionszertifikate und bei der Bewirtschaftung des Zertifikate-Portfolios bzw. der -Allokation. Nur die aktive Teilnahme am Handel stellt sicher, dass die Unternehmen alle gebotenen Chancen gewinnbringend wahrnehmen können."
Josef Zöchling von Market Maker EGL: „Die schweizer EGL Gruppe, mit dem CO2 Desk in Wien, betätigt sich vom Beginn an aktiv am Spothandel der EXAA. Neben den von der EGL speziell für die Industrie angebotenen CO2 Produkten, wird die Teilnahme am CO2 Handel an der österreichischen Strombörse als ein wichtiger Baustein für die Abdeckung der Kundenbedürfnisse österreichischer aber auch ausländischer Kunden gesehen. Ausserdem wolle man als Market Maker die Liquidität an der EXAA fördern, um den Marktplatz auch für Unternehmen aus dem benachbarten Ausland interessant erscheinen zu lassen.“
Heinz Kindlhofer von ETECH Management Consulting GmbH sagt: „Die Investkredit-Bank AG hat ihre Klimaschutz-Kompetenz im Kyoto-Kompetenzzentrum (Kyo-Ko) gebündelt. ETECH Management Consulting GmbH (ETECH CONSULT), eine 100% Beratungstochter der Investkredit Bank AG, ist Teil des Kyo-Ko und ist innerhalb des Kompetenzzentrums für die Dienstleistungen Beratung und Emissionshandel verantwortlich. ETECH CONSULT tritt an der Börse als Händler und Broker auf. Als Zielgruppe für den Emissionshandel über ETECH CONSULT definiert die Investkredit Bank AG vor allem jene Unternehmen, die einen geringen Handelsbedarf haben und mit der Beauftragung der ETECH CONSULT für den Emissionshandel die Handelskosten optimieren möchten.“
